Mo 31.03.2025

Austro Control erforscht Holzbauweise für Flugsicherungsinfrastruktur

Im Rahmen eines von Austro Control initiierten Ideenwettbewerbs wurden innovative Entwürfe für Wetterradartürme in Holzbauweise prämiert und Möglichkeiten für ein nachhaltiges Bauen im Bereich der luftfahrttechnischen Infrastruktur aufzuzeigen.
Austro Control setzt auf Innovation, wenn es um die Stärkung des Luftfahrtstandortes Österreich geht. Von der Implementierung neuer Technologien in der Flugsicherung über Luftraumoptimierungen im Hinblick auf klimaschonendes Fliegen bis hin zur Integration von Drohnen in dern Luftraum. Die Erforschung der künftigen Nutzung von alternativen Baustoffen wie Holz für Flugsicherungsinfrastruktur war jetzt Thema eines von Austro Control initiierten Ideenwettbewerbs.

Betriebstürme spielen eine wichtige Rolle zur Sammlung von Daten, die für eine sichere Abwicklung des Flugverkehrs wichtig sind. Bekannt sind beispielsweise Wetterradaranlagen, die durch ihre markante, kuppelartige Radomform Wetterdaten zur Erstellung hochpräziser Flugwetterprognosen liefern. Doch wie lassen sich diese zum Teil auffälligen Bauwerke bestmöglich in die natürliche Landschaft integrieren. Wäre es beispielsweise möglich, durch den Einsatz des natürlichen Baustoffs Holz einen Betriebsturm so zu gestalten, dass er sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Ideenwettbewerbs „Betriebsturm in Holzbauweise – Beispiel einer Wetterradaranlage“, der von Austro Control in Kooperation mit proHolz und dem Holzcluster Salzburg initiiert wurde.

Holzbau vor den Vorhang: Junge Talente gestalten Zukunft

Im Rahmen dieses Wettbewerbs waren die Teilnehmer:innen aufgefordert, Entwürfe für einen turmartigen Holzbau zu entwickeln, der die funktionalen Anforderungen eines Wetterradars erfüllt. Vorgabe war ein fiktiver Standort mit Parametern für Höhe, Gewicht, Rotation und Funktion. Optional konnte ein öffentlich zugängliche Besucherplattform in den Entwurf integriert werden.

Acht Teams, bestehend aus Schüler:innen der HTL Hallein (Fachrichtung Holzbau und Bauhandwerker) sowie Studierenden der FH Salzburg (Bachelor und Master mit Vertiefung in Holzbau), starteten im November 2024 nach einem gemeinsamen Kick-off-Termin bei Austro Control in Salzburg mit der Projektentwicklung.

Am 18. März 2025 wurden die Entwürfe von den Teilnehmer:innen vor einer fachkundigen Jury präsentiert und im Anschluss prämiert.
Den ersten Platz erzielte das Projektteam von der Bauhandwerkerschule der HTL Hallein. Ihr Entwurf eines Hyperboloid-Turms überzeugte durch die durchdachte Konstruktion, die Anordnung der funktionalen Ausstattung, den minimierten Wartungsaufwand und den einladenden Stiegenaufgang.

Michael Sanio, Regionalleiter von Austro Control in Salzburg, zeigte sich von den Ergebnissen des Wettbewerbs beeindruckt: „Die Qualität der eingereichten Projekte war herausragend. Die Projekte haben uns gezeigt, dass Turmstrukturen nicht immer aus Stahl und Beton bestehen müssen. Holz hat viele Vorteile und steht in Sachen Funktionalität, Stabilität und Langlebigkeit keineswegs hinter anderen Materialien zurück.“

Die Organisation des Wettbewerbs lag beim Holzcluster Salzburg. Projektmanagerin Katharina Springl betonte abschließend die konstruktive Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen und Austro Control: „Die kreative Aufgabenstellung und die enge Kooperation mit den Bildungseinrichtungen und Austro Control als Auftraggeber haben zu herausragenden Ergebnissen geführt. Das Projekt war ein echter Impulsgeber für Innovation und Vernetzung.“