Do 27.02.2025

Austro Control international gefragt

Die Zukunft der europäischen Flugsicherung stand am 18. und 19. Februar im Mittelpunkt hochrangiger Gespräche und Diskussionen in Brüssel. In zentraler Rolle mit dabei unsere Geschäftsführung mit Elisabeth Landrichter und Philipp Piber.
„Making Europe the most efficient and environmentally friendly sky to fly in the world" war das Motto der SESAR JA Annual Conference am 18. Jänner. Im Rahmen eins hochrangig besetzten Panels diskutierte Geschäftsführerin Elisabeth Landrichter unter anderem mit Arndt Schönemann, CEO der DFS, Iacopo Prissinotti, Director, Network Management Directorate und Industrievertretern das Thema „A new service delivery model for ATM in Europe" also wie in Zukunft Flugsicherungs-Services erbracht werden müssen, um die steigenden Herausforderungen insbesondre hinsichtlich Klimaschutz und eines immer weiter steigenden Flugverkehrs erfolgreich bewältigen zu können. Ziel ist es, bis 2035 ein System zu etablieren mit einer modularen, serviceorientierten, offenen und cloudbasierten Architektur, die einen nahtlosen Austausch von Komponenten ermöglicht, ohne, dass gesamte System neu zertifiziert werden müssen. Das europäische Netzwerk soll dadurch flexibler und resilienter werden.

Aber was braucht es dazu? Elisabeth Landrichter ging in Ihrem Statement auf einige der wesentlichsten Voraussetzungen ein: „Es braucht von der Industrie eine einheitliche Sicht hinsichtlich der Ziel-Architektur und eine technologische Roadmap, hier sind wir im Rahmen unserer COOPANS Allianz und unserem Partner Thales schon auf einem guten Weg, es braucht Anpassungen im regulativ durch die EASA und es braucht eine Finanzierung. Am aller Wichtigsten werden aber die Human Factors sein, wir müssen die Menschen frühzeitig mitnehmen und in den Prozess der technologischen Weiterentwicklung einbinden".

Das Thema eines neuen „Service Delivery Models" für ATM wurde am 19. Februar von Austro Control Geschäftsführer Philipp Piber in seiner Rolle als Chairman des A6 Steering Boards auf höchster Ebene intensiv weiterverfolgt. Zunächst im Rahmen eines High Level Meetings mit den A6 CEOs, SESAR JU und der Industrie. Hervorgehoben wurde die breite Unterstützung für das Vorhaben, es jetzt aber darum ginge, bis Ende des Jahres bis Ende des Jahres, gemeinsam mit den Herstellern, eine realistische Roadmap für die Umsetzung zu definieren sowie einen klaren Regulierungsfahrplan mit der EASA zu erstellen. Philipp Piber: „Damit dieses neue „Service Delivery Model" Wirklichkeit werden kann, müssen alle Akteure, einschließlich SJU, SDM, EASA, Eurocontrol und die Europäische Kommission voll und ganz mit an Bord sein, um eine synchronisierte und erfolgreiche Umsetzung in ganz Europa zu gewährleisten."

Eurocontrol unterzeichnet Joint Agreement

Mit an Bord ist die Eurocontrol, die im Zuge eines weiteren High-Level Meetings mit den A6 CEOs das bereits bestehende Joint Agreement zwischen ANSPs und Industrie zur Etablierung eines neuen „Service Delivery Models" im Rahmen dieses A6 Termins mitunterzeichnet hat. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Europäischen Air Traffic Managements. Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung bekräftigen A6 und EUROCONTROL ihr gemeinsames Engagement für ein robusteres, effizienteres und zukunftssicheres ATM-System, das den Anforderungen eines zunehmend komplexen und dynamischen Luftraums gerecht wird". betonte Philipp Piber anlässlich der Unterzeichnung mit Eurocontrol Director General Raul Medina.